In Wien-Liesing ist der Bau des geförderten Wohnquartiers „Mona’s Liesing“ offiziell gestartet. Nach Angaben der beiden gemeinnützigen Bauträger WBV-GPA und Neues Leben entstehen im Stadtentwicklungsgebiet „In der Wiesen“ 407 geförderte Mietwohnungen. 204 davon sind als SMART-Wohnungen vorgesehen. Der am 24. September 2026 gesetzte Spatenstich ist mehr als ein symbolischer Termin: Interessierte können sich bereits unverbindlich vormerken, während die Fertigstellung nach dem jüngsten veröffentlichten Zeitplan für das Frühjahr 2029 vorgesehen ist.
407 geförderte Wohnungen, davon 204 im SMART-Segment
Das Projekt umfasst zehn Häuser, die sich um fünf begrünte Höfe gruppieren. Laut der am 25. September veröffentlichten Projektmeldung verteilen sich die 407 Wohnungen auf 204 geförderte SMART-Wohnungen und 203 weitere geförderte Mietwohnungen. Neues Leben nennt auf seiner Projektseite Größen von etwa 40 bis 120 Quadratmetern und Grundrisse mit einem bis fünf Zimmern. Eine Kaufoption ist für die regulären geförderten Mietwohnungen auf dieser Seite ausdrücklich nicht ausgewiesen.
Für die SMART-Wohnungen nennt die aktuelle Aussendung einen monatlichen Mietansatz von rund 10,60 Euro pro Quadratmeter, für die übrigen geförderten Mietwohnungen rund 12,30 Euro. Beide Werte sollen Betriebskosten und Umsatzsteuer enthalten. Nicht aufgeschlüsselt wird, welche weiteren laufenden Kosten etwa für Wärme, Warmwasser oder Strom hinzukommen. Ebenso fehlen in der Meldung konkrete Angaben zu einem Finanzierungsbeitrag. Wenn Sie eine Wohnung erwägen, sollten Sie die veröffentlichten Quadratmeterwerte daher nicht als vollständige monatliche Gesamtbelastung verstehen.
Die beiden Bauträger beziffern das Investitionsvolumen mit rund 115 Millionen Euro. Diese und weitere Projektangaben stammen von den Projektverantwortlichen selbst. Werbliche Bewertungen wurden nicht übernommen; verbindlich werden Miethöhe, Finanzierungsbeitrag, Ausstattung und Übergabetermin erst mit den späteren objektbezogenen Unterlagen und einem Vertrag.
Was neben den Wohnungen geplant ist
Das Quartier soll zwei Geschäftslokale, ein Quartiershaus in Holzbauweise, 14 Gemeinschaftsräume und ein Generationencafé erhalten. Vorgesehen sind außerdem ein Hallenbad für die Bewohnerinnen und Bewohner, Dachterrassen mit Wintergärten, ein Mehrzweckraum und ein gemeinschaftlich nutzbarer Arbeitsbereich. Ergänzend sind eine Baugruppe mit rund 40 Wohnungen und ein Wohnheim der Stadt Wien mit acht Heimplätzen angekündigt.
Der Standort liegt zwischen In der Wiesen, Karin-Deckert-Weg und Roso-Schweizer-Promenade. Die U6-Station Erlaaer Straße befindet sich laut Projektseite in rund 300 Metern Entfernung, die Buslinie 64A in etwa 200 Metern. Das kann für Sie interessant sein, wenn Sie einen südlichen Wiener Wohnstandort mit direkter Anbindung an das U-Bahn-Netz suchen. Die tatsächlichen Wege und die Eignung für Ihren Alltag sollten Sie dennoch vor Ort prüfen.
Energieversorgung und Freiräume
Für die Energieversorgung ist ein bauplatzübergreifendes Anergienetz angekündigt. Tiefensonden, Wärmepumpen, Solarthermie und Photovoltaik sollen kombiniert werden. Die Bauträger beschreiben das Ziel als Betrieb ohne Öl und Gas. Welche individuellen Energiepreise daraus zum Bezug entstehen und wie die Kosten verteilt werden, geht aus der aktuellen Ankündigung noch nicht hervor.
Die Stellplätze sollen in einer dreigeschossigen Tiefgarage entlang der Straße gebündelt werden. Im Inneren des Quartiers sollen dadurch große zusammenhängende Freiflächen, natürliche Versickerungsbereiche und Platz für tief wurzelnde Bäume entstehen. Die Projektseite von Neues Leben spricht davon, dass etwa 96 Prozent der drei Bauplätze als unversiegelte Freiflächen verbleiben sollen. Solche Planungsziele sind für sommerlichen Hitzeschutz und Regenwassermanagement relevant, bleiben vor Fertigstellung aber zunächst Projektangaben.
Vormerkung ist noch keine Wohnungszusage
Auf den Websites von WBV-GPA und Neues Leben ist eine unverbindliche Vormerkung vorgesehen. Bei Neues Leben wird erklärt, dass vorgemerkte Personen informiert werden, sobald Pläne, Preise und weitere Daten vorliegen. Erst dann kann eine konkrete Bewerbung für eine verfügbare Wohnung erfolgen.
Für SMART-Wohnungen nennt der Bauträger auf seiner allgemeinen Informationsseite unter anderem zwei Jahre durchgehenden Hauptwohnsitz in Wien, die Einhaltung von Einkommensgrenzen und den Nachweis über die Aufgabe der bisherigen Wohnung. Für andere geförderte Wohnungen gelten teilweise andere Voraussetzungen. Diese allgemeinen Hinweise ersetzen nicht die später veröffentlichten Vergabebedingungen für „Mona’s Liesing“. Eine Vormerkung begründet weder einen Anspruch auf eine bestimmte Wohnung noch eine Förderzusage.
Beim Zeitplan gilt der jüngste veröffentlichte Stand
Die jüngste Aussendung nennt das Frühjahr 2029 als geplanten Fertigstellungstermin. Die beim Abruf erreichbare Projektseite von Neues Leben weist dagegen noch Herbst 2028 aus; eine ältere WBV-GPA-Seite enthält ebenfalls frühere Planungsstände. Solche Abweichungen zeigen, dass Projektseiten nicht immer gleichzeitig aktualisiert werden. Für Ihre Planung sollten Sie sich daher am jüngsten Stand des jeweiligen Bauträgers orientieren und Terminänderungen einkalkulieren.
Der Baustart macht das Vorhaben gegenüber der bisherigen Planungsphase substanziell konkreter. Trotzdem liegen zwischen Spatenstich und Wohnungsübergabe noch mehrere Jahre. Wenn Sie sich vormerken lassen, sollten Sie parallel Ihre Förderfähigkeit, den möglichen Finanzierungsbeitrag, die späteren Betriebskosten und alternative Wohnoptionen prüfen. Entscheidend sind am Ende nicht die heutigen Richtwerte, sondern die individuellen Konditionen, die Ihnen für eine konkrete Wohnung angeboten werden.